Spam und UCE - Filter: Sender Confirmation

So funktioniert es

Wenn Sie als Anwender eine Mail versenden, dann kann der Empfänger diese Mail temporär vor dem Postfach anhalten und dem Absender erste eine Mail zur Freischaltung senden. Der Absender muss dann erneut aktiv werden, damit die Mail auch "losgelassen" wird. Dies habe ich z.B. beim Provider "Earthlink" beobachtet. Eine Mail an eine Adresse bei Earthlink wurde mit folgender Mail beantwortet:

Ich wurde darin aufgefordert, über eine Webseite meine Mail "frei zu geben". Wenn ich dann auf die Webseite zugreife, kann ich meine Mailadresse sogar noch mit einem Kommentar versehen. Anscheinend wird diese Adresse dann in das Adressbuch des Empfängers eingetragen.

Damit ein Spammer dieses Verfahren nicht automatisiert, wird auch hier mit einem "Captcha" gearbeitet, also einer Grafik, die es für Computer sehr schwer macht, die Antwort zu erkennen, während ein Mensch problemlos den Code "eintippen" kann.

Produkte für Firmen

Mittlerweile gibt es auch kommerzielle Produkte und Hosting Anbieter, die diese Lösung des "Sender Confirm" für Firmen verfügbar machen. In der Werbung hört sich das alles auch ganz gut an

... adds new technology of secure sender recognition, It will ask once to each unknown sender a very simple validation to whom sends just one mail ...

Ich hoffe, dass nicht allzu viele Firmen eine solche Lösung installieren und dass nicht allzu viele Spammer meine FROM-Adresse missbrauchen, damit ich keine Flut von "Bitte bestätigen Sie.." Anfragen in meinem Postfach habe.

Hier am Beispiel eines MSXFAQ Newsletter Empfängers, der den Anbieter "Spamrobin" verwendet:

Spamrobin Challenge

Über einen Klick auf Autorisieren lande ich auf einer Webseite, auf der ich an Captcha ausfüllen muss. Damit möchte der Anbieter den Absender quasi zwingen, mehr Aufwand in den Versand zu stecken und nur ein "erwünschter" Absender wird sich wohl die Mühe machen. Interessant ist hier die zusätzliche Bestätigungsmail:

Wie wirksam ist wohl eine Freischaltung auf den "gleichen Mailserver", wenn jemand von einem Massenprovider oder über eine dynamische IP-Adresse per DSL seine Mails versendet ?. Man muss schon ein sehr exklusives Angebot haben, damit ein Kunde sich das mehrfach gefallen läßt.

Wenn diese "Methode" intensiver genutzt wird, dann sollte ich NoSpamProxy derart erweitern lassen, um genau solche Meldungen abzulehnen. Denn an den Mailserver "Zugestellt" wurde die Nachricht ja schon (sonst könnte mir die Gegenseite ja keinen Challenge senden).

Probleme

Allerdings hat dieses Verfahren einige Nachteile, die nicht unerwähnt bleiben dürfen.

So nett der Ansatz ist, so dürfte er nur sehr kurz greifen.

Weitere Links

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