Kostenfreie Spamschutzprogramme

Diese Seite soll keine Werbung für oder Bewertung von Filterprogrammen sein, sondern ihnen exemplarisch an einigen Programmen deren Funktionsweise und Einbindung zeigen. Sehr viele Universitäten und andere Firmen nutzen Exchange und Outlook und haben entweder noch kein Exchange 2003 mit Intelligent Message Filter oder möchten mehr Kontrolle und eigene Anpassungen haben und nutzen daher andere Lösungen. Folgende Programme können Sie z.B. mit Exchange einsetzen. Schutzlösungen für Outlook finden Sie auf Clientfilter

SpamAssassin mit Exchange

SpamAssassin ist eine sehr bekannte und weit verbreitete Filterlösung, die von sehr vielen Administratoren eingesetzt wird. SpamAssassin hat den Vorteil, dass es mehrere verschiedene Filter (RBL, DCC, Bayes, etc.) kombiniert und zudem kostenfrei verfügbar ist.

Für Windows Administratoren ist allerdings etwas von Nachteil, dass SpamAssassin in PERL geschrieben ist und damit auf einem Windows System noch zusätzliche Komponenten (ActivePerl etc.) erforderlich sind. Zudem integriert sich SpamAssassin primär in verschiedene UNIX-Mailserver. Trotzdem gibt es auch Möglichkeiten SpamAssassin mit Exchange zu kombinieren. SpamAssassin kann dazu mit zwei Betriebsarten verwendet werden:

Aber SpamAssassin ist eben nur ein Prozess zum Bewerten von Nachrichten. Die Integration in Exchange fehlt jedoch komplett. Hier sind eigene Lösungen zu bauen bzw. bestehende Lösungen eben anzupassen. Hier gibt es mehrere Ansätze, die Sie gehen könnten:

Neben dem Einsatz von SpamAssassin auf dem Gateway ist natürlich SpamAssassin ach sehr oft in POP3-Proxies und Addins für Outlook enthalten, die auf dem Arbeitsplatz nach Spam suchen und diesen verschieben oder löschen.

SpamAssassin ist mit Windows und Exchange noch lang keine fertig einsetzbare Lösung, sondern erfordert immer eine Menge manuelle Anpassungen und Installationen. Es gibt kommerzielle Hersteller (siehe http://wiki.apache.org/spamassassin/CommercialWindows), die um SpamAssassin herum ein eigenes Programm geschrieben haben. Die Erkennungsrate von SpamAssassin ist aktuell noch relativ gut, wenn gleich ich das Gefühl haben, dass SpamAssassin als einziger Filter bald wieder ein paar Anpassungen braucht. Virenschutz ist mit SpamAssassin nicht integriert und eine feinere Kontrolle nach Benutzern oder Domäne meines Wissens nach nicht oder nur sehr schwer möglich. Aber am meisten stört mich persönlich, dass SpamAssassin die Mails nur kennzeichnet, aber ansonsten die Arbeit dem Anwender überlässt.

ASSP

Einen anderen Ansatz wählt z.B. das Programm ASSP. Auch hier kommt wieder Perl zum Einsatz aber ASSP übernimmt auch die Kommunikation per SMTP. Allerdings ist ASSP kein Mail Relay, sondern ähnlich wie NoSpamProxy ein SMTP-Proxy. ASSP muss dazu zwischen Internet und Exchange stehen und nimmt alle eingehenden Verbindungen an. Gleichzeitig verbindet sich ASSP mit dem nach geschalteten Mailserver um die eingehenden Nachrichten zuzustellen. ASSP ist daher ein komplett transparenter Proxy. Jede SpamMail wird also auch schon an den internen Mailserver zugestellt aber dann am Ende abgebrochen.

Auch ASSP wird auf Sourceforge (http://assp.sourceforge.net/) gehostet und nutzt im wesentlichen Bayes und Virenscanner (ClamAV) um Nachrichten zu klassifizieren. Die Konfiguration erfolgt per Browser.

Der Ansatz von ASSP ist aus meiner Sicht daher schon um einiges besser als SpamAssassin, da ASSP verdächtige Mails auch ablehnen kann und damit die Handlung dem Absender überträgt. Allerdings ist ASSP nach meinen Tests etwas zu einfach gestrickt, um die vielfältigen Anforderungen und Wünsche in Unternehmen abzudecken.

Spamschutz in Outlook mit SpamPal

SpamPal ist z.B.: ein Beispiel für einen Mail Proxy (siehe Clientfilter). SpamPal wird auf ihrem PC installiert und ihr POP3/IMAP4-Programm befragt nun nicht mehr direkt den Mailserver, sondern verbindet sich mit SpamPal auf ihrem PC. Über den Anmeldenamen wird SpamPal nun mitgeteilt, an welchen Server es sich wenden muss, um die Nachrichten abzurufen.

SpamPal ruft dann die Nachrichten ab und prüft primär über RBL-Listen (Siehe RBL) auf Spam. Alle entsprechenden Nachrichten werden nun mit einem Flag in den Kopfzeilen versehen, so dass Sie mit Filtern in Outlook solche Nachrichten z.B.: direkt löschen oder einen Ordner verschieben können.

Die sehr gute Dokumentation zu SpamPal macht dieses kostenfreie Tool sicher zu einem Favoriten für Privatanwender.

Spamschutz per EventSink

Der beste Schutz gegen Spam ist der, der die Nachricht gar nicht erst komplett annimmt, sondern schon beim Empfang kontrolliert und ablehnt. In diesem Fall kann die Absenderseite die Nachricht nicht zustellen und erstellt einen NDR. Wenn Sie nur einen Exchange Server und keine komplexe Firewall mit DMZ betreiben, dann ist der Exchange Server zumeist auch der Server, der die Mails direkt annimmt. Insofern ist ein Spamschutz als SMTP-Eventsink natürlich erste Wahl. Hier ein paar Links zu entsprechenden Produkten, Projekten und Codebeispielen.

Weitere Links

Keywords:Spam IMF Junk-Mail ASSP SpamAssassin SpamPal NoSpamProxy