Problem der privaten Mails

Diese Seite stellt keine Rechtsberatung dar, sondern erläutert aus Systemsicht die verschiedenen Aspekte, die Sie persönlich, mit ihrem Betriebsrat, ihrem Anwalt und ihren Mitarbeitern zu berücksichtigen habe. Die Auflistung ist nicht vollständig.

Rechtliche Randbedingungen verändern sich immer mal wieder und als das Medium "E-Mail" entwickelt wurde, hatten die ersten Nutzer sicher nicht daran gedacht, dass sich dieses System weltweit verbreitet und Millionen von Personen verbindet. Knifflig wird es nun, wenn E-Mail als Transportmedium nicht nur Kurznachrichten, sondern auch private Informationen oder zur Firmenkommunikation genutzt wird. Besonders die Vermengung von privaten und geschäftlichen Mails kann für Firmen ein Damoklesschwert sein.

Die Probleme

Sie sehen also, dass sie sich schon einmal Gedanken dazu machen sollten.

Die Möglichkeiten einer Entschärfung

Als Administrator versucht man natürlich erst einmal technisch an die Aufgabenstellung heran zu gehen. Welche Wege gibt es seitens Exchange oder mit andere Hilfsmitteln das Problem zu reduzieren ? Mehrere Firmen haben sich schon Gedanken hierzu gemacht. Ich kann natürlich für keine der hier vorgestellten Möglichkeiten garantieren, dass Sie ausreichend sind. Hier sollten Sie ihren Rechtsbeistand befragen.

Zwischenergebnis

Allen technischen Ideen und Ansätzen zum Trotz müssen wir wohl oder übel anerkennen:

Keine klare Trennung
Es gibt ähnlich wie bei der Erkennung von Spam keine 100% zuverlässige Unterscheidungsmöglichkeit zwischen privaten und geschäftlichen Nachrichten. Selbst eine manuelle Klassifizierung durch den Anwender ist aufgrund Verzögerungen durch Urlaub, Krankheit etc. nur bedingt geeignet.

Entsprechend müssen Sie als Geschäftsführer aber auch als Administrator immer damit rechnen, dass in ihrem Mailsystem, aber auch im Backup und Archiv immer auch private Mails zu finden sein werden. Entsprechend können Sie mit den Daten ohne vertragliche Regelungen nur eingeschränkt hantieren.

Um auf einer halbwegs sicheren Seite zu sein, sollten sich sowohl Geschäftsführer als auch IT-Personal laufend über die rechtlichen Gegebenheiten informieren und prüfen lassen, wie die Risiken durch entsprechende Vereinbarungen reduziert werden können.

Letztlich gilt aber der Spruch: "Auf hoher See und vor Gericht bist Du allein in Gottes Hand". Sicherheit wird einem niemand geben können aber es schläft sich schon um einiges ruhiger, wenn der Firmenanwalt, Betriebsrat, Geschäftsführung oder andere Stellen von der Thematik informiert. So können Sie Einwände vorbringen, die auf anderer Ebene dann ausdiskutiert werden können.

Wenn Sie Anregungen, Informationen oder gar Beispiele zu entsprechenden Vereinbarungen haben, dann können Sie mich unter Kontakt, Nutzung, Support und Schulung erreichen.

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