Diagnoseprotokoll

Exchange 5.5 und Exchange 2000 können viel gesprächiger sein, also allgemein vermutet. Dazu dienst das "Diagnoseprotokoll", welches im Exchange Systemmanager auf den Servereigenschaften aktiviert werden kann.

Je nach Einstellung meldet der Server die verschiedenen Diagnose Ergebnisse im Eventlog oder sogar als Datei in einem Verzeichnis.

Der Einsatz darf aber nur mit entsprechender Überwachung aktiviert werden, da ansonsten sehr schnell das Eventlog oder gar die Festplatte voll läuft.

Diagnose aktivieren

Vor der Aktivierung des Diagnoseprotokolle sollten Sie die die Größe des Eventlog anpassen. Die Standardgröße mit 512Kbyte ist zu klein, um auf Dauer die Fehler zu protokollieren. 4 MByte oder mehr sind hier angebracht.

Weiterhin sollten Sie genau wissen, welche Optionen sie auf welchen Leven einstellen wollen. Exchange bietet sehr viele bereiche an und die Diagnosestufe reicht in vier Schritten von "KEIN" bis "MAXIMAL". Und selbst hier ist noch nicht Schluss. Wenn Sie in der Registrierung die numerischen Werte direkt bearbeiten, dann können Sie noch sehr viel genauer Informationen erhalten. Aber dies sollten sie nicht ohne fachliche Unterstützung aktivieren.

Beginnen Sie mit einem "Minimal" Einsatz. Aktivieren Sie nach und nach die fraglichen Optionen und steigern Sie die Detailgenauigkeit, bis Sie den Fehler eingrenzen können.

Vergessen Sie hinterher aber nicht, diese Einstellungen wieder rückgängig zu machen.

Dauereinsatz von Diagnosefunktionen

Nun ist es immer etwas unangenehm, wenn Anwender einen Fehler Melden und man als Administrator dann nur sagen kann, dass man nun eine Diagnose aktiviert und und auf ein weiteres Auftreten des Fehlers wartet.

Daher lassen immer mehr Firmen bestimmte Diagnoseprotokolle permanent an. Dies macht aber nur dann Sinn, wenn das Eventlog eine bestimmte Größe hat oder die Events an ein anderes System weitergeleitet und verarbeitet werden. (Siehe Produkte: NTSyslog). Eine Aktivierung aller Diagnosefunktionen ist nicht sinnvoll, da in einem derart gefüllten Eventlog die wichtigen Events untergehen und die Systemleistung abnimmt.

Diagnose beim ADC

Beim Mischbetrieb von Exchange 200 und Exchange 5.5 kommt der Active Directory Connector zum Einsatz. Auch hier kann ein Diagnoseprotokoll aktiviert werden

Diagnose beim AD

Speziell mit Exchange 2000/2003 gibt es aber weitere Komponenten im Netzwerk, welche Teilfunktionen von Exchange übernehmen. Hier ist besonders der Domain Controller zu nennen, welcher für Exchange umfangreiche Dienste bereit stellt. Sehr häufig sind Fehler in Exchange nämlich gar nicht bei Exchange zu suchen, sondern im AD oder DNS.

Auch das Active Directory hinterlässt Spuren im Eventlog, wenn grobe Fehler auftreten. Weiterhin können Tools wie "replmon", DCDIAG, DSASTAT etc. eingesetzt werden, um Fehler aufzuspüren. Zuletzt  können Sie aber auch noch selbst die Diagnosefunktion des NTDS hochschrauben.

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