IBM R40 Notebook

Diese Seite ist nicht nicht mehr aktuell und nur noch aus historischen Gründen vorhanden. Aktuell nutze ich ein IBM T61 (Modell 8892-78G). Allerdings ebenfalls mit den unten erwähnten Keyboard-Anpassungen.

Seit April 2003 habe ich mein altes Toshiba Satellite 4080XCDT nach 4 Jahren treuen Diensten in Rente geschickt. Als P366 mit 192 Megabyte RAM und mit einem immer schlechter werdenden Akku musste etwas Neues her.

Nach etwas suchen war klar, dass die Preise für Centrino Notebooks noch zu hoch waren und die Ausstattung nicht stimmte. Ich bin dann günstig an ein IBM ThinkPad R40 gekommen, welches mit einem bestechend guten 1400x1050 Pixel Display daher kam. Noch etwas Speicher und ne WiFi Karte rein und fertig.

Das Ding hat alles, was ich so für die tägliche Arbeit brauche aber auch einige Dinge, die es nicht hat, sind mir negativ aufgefallen.

  • 5 GB Plattenplatz fehlen
    Das IBM Easy Recovery kann mit einem Tastendruck den PC in den Status versetzen, den er bei der Auslieferung hatte. Faktisch wird dabei ein Image der Festplatte zurückgespielt, welche in einer verborgenen 5 GB Partition liegt. Zum einen will ich nicht, dass jeder per "Access IBM" meinen Notebook "zurücksetzt" und zum anderen sind 5 GB bei einer 40 GB Platte auch nicht zur vernachlässigen. Ich hab das Image daher auf eine andere Festplatte geklont und dann entfernt. Schade eigentlich, dass IBM diese Daten nicht auf einer DVD einfach mitliefert. So muss ich das mit einem Imageprogramm wohl selbst machen.
  • COM-Port wo bist du ?
    Erst später habe ich gemerkt, dass kein COM-Port mehr da ist. Das ist bitter, wenn man keine Router mehr konfigurieren kann und das serielle Kabel des Nokia nicht anschließen kann. Allerdings ist der Anschluss wohl nur mit der Docking Unit nach außen geführt, denn im Bios und Betriebssystem wird eine COM1 angezeigt. Mit Infrarot liegt man recht verkrampft vor dem Notebook. Bluetooth ist leider nicht on Board. Na ja ein USB2COM-Kabel hat auch das beseitigt.
  • Windows Tasten
    Was halten Sie von einem Notebook, der keine Windowstasten hat ?. Ich bin kein Mausartist und brauche diese Tasten !!!. Aber zum Glück hat IBM zwei andere Tasten auf dem Keyboard, die ich nicht braucht. Rechts bei den Cursortasten gibt es zwei Tasten für "Browser vor" und "Browser zurück", die man zweckentfremden kann. Leider reicht dazu das IBM Tool für die Tastaturbelegung nicht aus.

So spätestens jetzt wissen Sie, mit welchem System ich diese Webseite pflege.

Keyboard Remapping

Seit Windows 2000 gibt es eine Möglichkeit, direkt im Kernel die Tastatur Scancodes zu ändern. Der folgende Registry Key ist dafür zuständig:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\ Keyboard Layout\Scancode Map:REG_BINARY=xx,xx,xx,....

Dieses Binärfeld ist nach einer einfachen Methode mit HEX-Werten zu füllen, die den alten und neuen Scancode vorgeben. Die wesentliche Aufgabe ist die Bestimmung der richtigen Scancodes und deren Codierung, da die Reihenfolge HI/LO gedreht wird und zudem einige andere Felder passen müssen.

00,00,00,00 Header muss immer 4x 00 sein
00,00,00,00 Version muss immer 4x 00 sein
03,00,00,00 Index: Es folgen 3 weitere Blöcke
5d,e0,69,e0 WebForwadr (e0 69-> LeftWin (e0 5d)
5b,e0,6a,e0, WebBack (e0 5d) -> WinContext (e0 6a)
00,00,00,00 Terminator muss immer 4x 00 sein

Dieses Muster habe ich für meinen IBM Notebook gemacht, kann aber sicher für alle anderen Computer mit "Sondertasten" angepasst werden. Bitte fragen Sie mich aber nicht, wie man zuverlässig die "richtigen" ScanCodes heraus findet:

ibmkey.reg
Registry Datei für IBM Keyboard Remapping. Nach dem Download als REG-Datei speichern und importieren.

Die Änderungen werden immer erst durch einen Neustart des Systems aktiv, da der Kerneltreiber die Daten ausliest und umsetzt. Achtung: Diese Änderungen greifen auch schon im Windows Anmeldedialog. Wenn ein Schreibfehler eine Taste verändert, die Sie für das Kennwort benötigen, können Sie sich nicht mehr anmelden. In diesem Fall kann z.B. über das Netzwerk der Wert wieder angepasst werden.

Stromsparen

Wie jeder Notebook unterstützt auch der IBM den "Suspend2Disk" und "Suspend2Ram" Betrieb, um Pausenzeiten stromsparend zu überbrücken. Während bei Suspend2Ram der Hauptspeicher weiter mit Strom betrieben wird, wird beim Suspend2Disk alles auf die Festplatte in eine Hibernation-Datei gespeichert. Trotzdem habe ich festgestellt, dass dabei weiter Strom verbraucht wird und der Akku letztlich immer ein Stück weit entladen wird. Diese dauernde kleine Entladung und Nachladung ist natürlich nicht der Lebensdauer des Akkus zuträglich. Nur warum braucht mein IBM Strom, wo er doch "ausgeschaltet" ist. Eine Boxbox zeigt mir die Verbraucher schnell an, die meinen PC aufwecken dürfen

powercfg -devicequery wake_armed

Die hier angezeigten Geräten sind alle auch im ausgeschalteten Zustand "unter Strom", um bei Bedarf den Notebook wieder aufzuwecken. bei mir waren das die Netzwerkkarte (für WakeUp on LAN) und das IBM Modem (WakeUp on Ring). Zugegeben habe ich das Modem noch nie benötigt, weswegen das Deaktivieren über die Systemsteuerung die logische Folge war.

Auch die Netzwerkkarte habe ich entsprechend umgestellt, was aber in Netzwerken mit aktivem Softwaremanagement vielleicht nicht immer sinnvoll ist.

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