Dialogic Media Gateways

Die Firma Dialogic ist stellt gleich mehrere Gateways für OCS her, die jedoch einen unterschiedlichen Aufbau haben.

Die Software "SIPControl" können Sie sich kostenfrei bei Dialogic herunter laden und mit bestimmten Diva ISDN-Karten unter Windows oder Unix einsetzen. Die kostenfreie Lizenz erlaubt den Betrieb von bis zu 2 B-Kanälen, was für Testumgebungen und Schulungen ausreichend ist.

Beispiel DMG 4060

Durch eine Kundeninstallation durfte ich auch ein DMG4060 mit S2M Anschluss konfigurieren. Wer noch nie so ein System in Händen gehalten hat, schaut sich das Gerät natürlich erst mal genauer an. Das Gerät war wie folgt ausgestattet:

Hardware Software
  • Intel 1HE StandardServer
  • 2x Xeon 5160 3 GHz
  • 2 GB RAM
  • 4x Intel LAN (2 als Adapter Fault Tolerance Team)
  • 1x Diva V-2PRI/E1/T1-60 PCI v1 ISDN-Karte (2xS2M)
  • 2x 72GB RAID1 SATA an Intel MegaRAID 2

Das Raid war eine virtuelle Disk, auf der drei Partitionen eingerichtet waren:

  • Disk0:Part1: Primär C: 30 GB (13GB frei) Boot, System
  • Disk0:Part2: Logisch D: 21 GB (11 GB frei), DATA
  • Disk0:Part3: Primär 17 GB ohne Dateisystem

Insofern keine größeren Besonderheiten.

  • Windows 2008 x64 Englisch
    0 Rollen
    1 Feature (.Net 3.0 Framework, XPS Viewer)
  • Dialogic Diva SIPControl Version 2.0.2
  • Intel Network Connections 13.5.32.0
  • Microsoft .NET Framework 3.5 SP1
  • Microsoft Office Communication server 2007 R2, Administrative Tools
  • Microsoft Office Communication server 2007 R2, Core Components
  • Microsoft Office Communication server 2007 R2, Mediation Server
  • Microsoft Office Communication server 2007 R2, MS Unified Comm Managed API
  • Microsoft SQL Native Client
  • Microsoft Visual C++ 2008 Redistributable x64 9.0.210.22
  • RAID Web Console 2 v2.34-00

Auch hier nichts besonderes

Windows 2008 war also mit dem Mediation Server schon komplett vorinstalliert, so dass die Einrichtung in wenigen Minuten erfolgt war. Folgende Schritte sind dazu erforderlich:

Die Aktivierung des Mediation Servers ist hingegen einfach, da auf dem Desktop ein Link zum passenden Skript liegt und Sie nur noch das Dienstkonto (RTCComponentService) samt Kennwort eingeben müssen. Dann können Sie schon den Mediation Server wie gewohnt konfigurieren.

ISDN Konfiguration

Für den reinen Einsatz mit SIPControl ist die Konfiguration mit der DIVA Konfigurationshilfe nicht erforderlich. Wenn Sie über die ISDN-Karte aber noch RAS oder Soft-Modems betreiben wollen, oder weitergehende Anpassungen vornehmen wolle, dann ist dies der Ort dafür.

Etwas Verwirrung stiften gerne die Felder "Lowest Extension" und "Highest Extension". Wird die ISDN-Karte als Unteranlage angeschlossen, dann ist hier eigentlich nur die Länger beider Felder relevant. Wer also 4 Stellige Durchwahlen hat, sollte hier 0000-9999 eintragen. Wenn Sie nur die Durchwahlen 800-899 haben, dann können Sie das so eintragen aber auch ein 000-999 wäre wohl nicht schädlich. Anders sieht es aus, wenn die ISDN-Karte direkt am Amt (z.B. Telekom) angeschlossen wird. Die Telekom übermittelt nicht nur die "Nebenstelle" sondern oft auch die Anschlussnummer mit. Dann muss hier die Amtsnummernlänge + die Durchwahl angegeben werden. Für Net at Work mit der Nummer +49 5251 304 600 wäre das dann 304500-304899 oder vereinfacht eben auch 000000-999999. Ist die Nummer zu "kurz", dann nimmt die Karte bei "Overlapped Receive"-Übermittlung zu früh an, dass die Nummer "vollständig" ist. Länger als erwartet sollten die Stellen auch nicht sein.

Die "Special Number" gibt vor, wohin Rufe mit unvollständiger Rufnummer gemeldet werden. Eine Rufnummer wird als "komplett" angesehen, wenn der "Collect Timeout" abgelaufen ist. Ein Wert von 1 oder 2 Sekunden ist hier üblich.

SIPControl

Die Konfiguration des Gateways selbst erfolgt zum Teil mit einem Windows Program (um die DIVA ISDN-Karten einzustellen) und seit SIPControl Version 2 per Webbrowser. Aber auch hier sind die Schritte übersichtlich und in wenigen Minuten erfolgt.

Die Bindung an Localhost (127.0.0.1) als Adresse funktioniert entgegen der Anleitung nicht. Binden Sie SIPControl an die echte Netzwerkarte.

Firewall
Eventuell müssen Sie in der Firewall die Software die Ports zulassen.

In einigen Dokumentationen wird 127.0.0.1 als Adresse verwendet. Dies funktioniert aber nicht, da der OCS 2007 R2 Mediation Server nur auf der eingestellten physikalischen IP-Adresse Verbindungen annimmt.

Kein NETMON
Da beim DMG4060 die SIPControl Software und der Mediation Server auf der gleichen Hardware laufen, können Sie die SIP-Pakete nicht per NETMON mitschneiden.

Damit ist die grundlegende Einrichtung bereits erfolgt. Mehr Aufwand bedeutet natürlich die Feinabstimmung mit der TK-Anlage (PSTN) und den verschiedenen Varianten, eine Rufnummer zu übermitteln. Innerhalb von OCS und SIP wird immer mit der E164-Nummer gearbeitet, so dass das Gateway sowohl die "Calling Number", die "Called Number" und optional die "Redirect Number" umschreiben muss.

Debugging

Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, die Funktion des Gateways bzw. einen Fehler zu finden, je nachdem, wo er zu vermuten ist.

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Keywords:Dialogic SIPControl DMG DMG4060 UC Gateway OCS