SMTP authentifiziert senden

Immer mehr Provider nutzen nicht mehr ihre eigene Einwahlstruktur, sondern bieten ihre Dienstleistung jedem potentiellen Kunden im Internet an. Damit wird es aber auch notwendig, die eigenen Kunden von unbekannten Personen zu unterscheiden.

Beim Abrufen von Mails mittels POP3 ist es selbstverständlich, dass zuerst eine Autorisierung mit Benutzername und Kennwort erfolgen muss, ehe der Zugriff auf Mails möglich wird.

Nun möchten wir aber auch Nachrichten an das Internet senden und speziell wenn die Internetanbindung nach Zeit abgerechnet wird, möchten wir unsere Nachrichten möglichst schnell beim Provider abliefern, damit dieser sie dann in die weite Welt zustellt. Natürlich könnte Exchange auch direkt in das Internet zustellen, aber ohne Standleitung ist dies nicht ratsam. Daher nutzen wir einen so genannten Smarthost.

Der Provider wird aber nun nicht von jedermann Nachrichten annehmen. Dann wäre er ein offenes Relay. Daher muss er sicherstellen, dass nur zugelassene (bezahlende) Kunden die Dienstleistung nutzen.

In der Vergangenheit haben viele Provider ihren Kunden erlaubt, ihre Mails per POP3 abzuholen und haben die dabei verwendete IP-Adresse für kurze Zeit auch zum Versenden per SMTP (SMTP afeter POP) frei geschaltet. Aber diese Verfahren hat mehrere Probleme:

Schlussendlich war das SMTP after POP nur ein Notbehelf. Dabei gibt es ein klares Anmeldeprotokoll für den Versand von Nachrichten. Nur haben die Provider dies lange Zeit nicht genutzt, da nicht alle Benutzer dies einstellen konnten. Daher setzen immer mehr Provider nun auf die Authentifizierung in SMTP. Dies bedeutet, dass der Exchange Server sich am Server des Providers anmelden muss.

Als stürzen wir uns in die Tiefen der Konfiguration und Theorie, um mit Exchange und einem "Billigprovider" eine Anbindung zu erreichen, bis die zu einer bestimmten Größe skaliert. Aber Sie sollten wissen, ab wann sie es "richtig" machen.

SMTPAUTH und Relays

Die Erweiterung SMTPAUTH erlaubt, dass ein Benutzer sich an einem Mailserver anmeldet, ehe er Nachrichten abladen kann. Nach und nach stellen immer mehr Provider ihre Mailserver um, da eine Anmeldung den Absender klar identifiziert, egal von wo die Verbindung zum Mailserver aufgebaut wird.

Vorsicht:
Einige Provider "verstehen" Sie nicht (oder wollen sie nicht verstehen), wenn Sie die Anbindung von Exchange nachfragen. Etwas ungeschickt ist hierbei z.B. Puretec, die Exchange 2000 die Möglichkeit absprechen und auf ihrer Webseite sogar ein falsches Konfigurationsbeispiel aufzeigen.

Fallen bei der Lösung

Auch wenn sich nun ihre Exchange Server sauber beim Provider anmelden, heißt das nicht, dass alles in Butter ist. Es kann noch einiges schief gehen

Daher bedenken Sie immer, dass eine missbräuchliche Anbindung über einen günstigen Provider, der eigentlich nur Privatpersonen bedient, nicht mit der Stabilität einer "Businessanbindung" zu vergleichen ist.  Es gibt schon aus gutem Grund auch Alternativen zu einer T-DSL Flatrate mit einem GMX-Konto.

Daten sammeln

Ehe Sie nun an den Server gehen und wild konfigurieren, sollten sie einige Daten sammeln.

Feld Bedeutung und Beispiele Ihre Einstellungen
Name des Smarthost

Beispiele:
smtp.1und1.com
mailto.t-online.de  (mit mit eigener t-online.de Adresse)
smtprelay.t-online.de (alle Adressen aber kostenpflichtig)
uumail.de.uu.net - für UUdial, Ex-MSN
personalmail.de.uu.net - für Personal Connect
mail.de.uu.net - für UUdirect & UUdial Connect
auth.smtp.kundenserver.de  für PureTec
mail.gmx.net (Geht NUR mit *@gmx.* Adressen)

Am besten sie nutzen das Relay, welches ihr Internet Zugangsprovider anbietet !!. Das steht dann Netztechnisch auch in der nähe und erlaubt eine schnelle Übertragung

 
Benutzername

Der Benutzername, wie er vom Provider verlangt wird

 
Kennwort

Das Kennwort. Achtung es ist Klartext !!, also nicht das gleiche Nutzen, was auch der Administrator hat

 
     

Testen Sie die Verbindung von Exchange zum Smarthost: Dazu reicht es auf dem Server einmal "TELNET "Name des Smarthosts" 25" einzugeben. Der Server sollte sich melden. Kommt ein Timeout, dann ist entweder die Namensauflösung nicht korrekt oder eine Firewall blockiert die Verbindung.

Exchange konfigurieren

Abhängig von der Exchange Version, müssen Sie nun die Einstellungen vornehmen:

Die Beschreibungen beziehen sich alleine auf die Einstellungen von Exchange für SMTPAUTH. Dass eine Verbindungen zum Relayserver, eine Namensauflösung erforderlich ist etc. ist auf Mail im Internet genauer beschrieben.

Debugging mit Outlook Express

Wenn Sie nicht wissen, warum Exchange sich nicht anmelden kann, dann hilft vielleicht der Versuch, auf dem Exchange Server mit Outlook Express eine Mail zu versenden. Häufig helfen hier Fehlermeldungen und Hinweise weiter.

Dazu müssen Sie in Outlook Express die entsprechenden Felder ausfüllen. Ich erspare mir hier die ausführliche Beschreibung, da dieser Fall für alle Anwender ohne Server bei vielen Providern beschrieben ist. Hier die Links

Links

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