Exchange mit 1&1

1und1 Änderungen
Herr Sigl hat mich auf eine Änderung bei 1und1 im Laufe des Juli 2009 aufmerksam gemacht.: 1und1 prüft, ob der MX-Eintrag einer Maildomäne auf einen CNAME statt einen Hostname verweist. Mails von solchen Domains werden nicht weiter angenommen
Scheinbar erhofft sich 1und1 davon eine bessere Spamerkennung. Laut RFC ist es nicht erlaubt einen MX-Eintrag auf einen CNAME zu verweisen. Allerdings dürfte damit wieder mal mehr "gute" getroffen werden, die es nicht besser wissen als Spammer, die diesen Fehler sicher einfach umgehen.

Viele Firmen nutzen einen der großen Provider für den Betrieb ihrer Webseite. Lange Zeit war damit auch immer verbunden, dass nicht nur die Webseite und der DNS-Server beim Provider betrieben wurde, sondern dass der Provider auch zugleich alle Mails an diese Domäne angenommen hat.

Gestern: POP3 sammeln oder weiterleiten

Dies ist natürlich nicht gerade die ideale Voraussetzung um einen eigenen Mailserver zu betreiben. Hierbei ist es ja gerade wichtig, dass die Mails zu dem eigenen Server zugestellt werden. Statt dessen wurden die Mails meistens in POP3-Postfächern beim Provider abgelegt. Einziger Ausweg war dann ein Sammelpostfach, welches durch einen POP3-Connector bedient wurde oder eine Weiterleitung der Mails an eine dynamische Hostadresse. (z.B. *@msxfaq.de weiterleiten an admin@msxfaq.dyndns.org) oder ähnliches.

Alternativer MX-Eintrag

Mit der Umstellung bei 1&1 Ende Mai 2004 gibt es auch bei einem großen Provider einen alternativen Weg. Vermutlich werden andere Provider bald nachziehen. Da aber diese Webseite ebenfalls bei 1&1 gehostet ist, kann ich nur mit einer Anleitung hierfür dienen.

1&1 erlaubt es mittlerweile, je Domain die DNS-Einstellungen anzupassen und hier auch einen alternativen MX-Eintrag zu definieren. Damit müssen Nachrichten nicht mehr zwingend auf den Mailserver von 1&1 geleitet werden, sondern können von ihnen auf eine beliebige andere IP-Adresse oder einen Hostnamen verwiesen werden.

Damit dies funktioniert müssen sie aber zwei Dinge erfüllen:

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann ist die Konfiguration bei 1&1 sehr einfach.

MX mit dynamischer IP bei 1&1 einrichten

Die Funktion wurde bislang mit 1&1 Home 5.0  und 1&1 Business 5.0 bestätigt. Melden Sie sich am 1&1 Control Center unter https://login.1und1.de mit ihrer Domäne und dem passenden Kennwort an. Sie kommen dann direkt auf die Übersicht ihrer Produkte und Verträge. Wählen Sie dort den passenden Vertrag aus um ihre Domäne konfigurieren zu können. In der Tabelle ist der Punkt "DNS" (rot markiert) besonders interessant:


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Im nächsten Fenster müssen Sie die gewünschte Domäne auswählen und haben dann die Übersicht der aktuellen Einstellungen:


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Hier sehen Sie, dass normalerweise die 1&1 Server sowohl als Nameserver, Webserver (IP-Adresse) und MX-Eintrag eingetragen sind. Diese können Sie hier bearbeiten. Die Eingabemaske sieht dann so aus:


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In dieser Maske können Sie die feste IP-Adresse oder die Hostnamen ihrer Mailserver eintragen. Sie können bis zu vier Server eintragen. Achtung: Die Priorität wird absteigend gewertet: Ein Server mit der Priorität 10 wird vor einem Server mit der Priorität 20 angefragt. Nur Spammer versuchen meist den zweiten Server, weil sie diesen beim Provider vermuten und damit ihren Spamschutz umgehen möchten.

MX mit fester IP bei 1&1 einrichten

Wenn Sie nun aber eine Standleitung haben, dann sollte ihnen jemand auch per DNS einen Hostnamen für ihre IP-Adresse zuweisen. Dazu benötigen Sie aber eben einen DNS-Namen für ihre statische Adresse. Hier gibt es mehrere Optionen:

Welche Variante Sie einsetzen, hängt von ihrem Vertrag und persönlichen Vorlieben ab.

Probleme und Risiken eingehender Mails

Da nun all ihre Kunden die Nachrichten direkt zu ihnen statt zum Provider senden, müssen Sie sicher sein, dass ihr Server die Nachrichten auch annimmt. zudem sollten Sie bedenken:

Die Nutzung eines Backup-MX ist theoretisch eine ideale Lösung für Ausfälle aber hat den Nachteil, dass der Spamschutz schwerer wird. Sehr viele Spammer senden ihr Mails immer über den BackupMX, weil Sie dort einen geringeren Schutz erwarten. Wenn dann ihr Exchange Server die Mail "ablehnt"; dann sendet der BackMX einen NDR und auf Dauer bekommen Sie dann Ärger. Siehe auch NDR Spamming und Backup-MX.

Sie sehen, dass der elegante Weg, Nachrichten direkt zu empfangen, nicht ganz frei von Hürden ist. Allerdings ist der Sammelabruf per POP3 (POP3 abholen) ja auch nicht gerade die Ideallösung.

Ausgehende Mails

All diese Einstellungen steuern nur den Empfang von Nachrichten. Ausgehende Nachrichten können Sie wie bisher direkt per SMTP versenden. Wobei Sie hier die Wahl haben, sich direkt per DNS in die Welt zu verbinden, oder ob Sie alle Mails erst bei einem Provider ihrer Wahl ablegen, der diese dann verteilt. Diese Alternative ist meist anzuraten, um Spamfilter und andere Sperren zu umgehen und Bandbreite zu sparen. Die Details zur Einrichtung des Internet Mail Connectors finden Sie unter Internet Mail Connector. Der Provider, der für Sie den Smarthost betreibt, muss sie allerdings als legitimen Benutzer erkennen. Daher müssen Sie sich hier meist anmelden. (SMTPAUTH)

OWA und 1und1

Wenn sie ihre Domäne bei 1&1 betreiben und bislang schon den MX-Eintrag auf ihren Mailserver umgeleitet haben, dann kommt über kurz oder lang die Frage, wie nun auch noch der Zugriff auf OWA oder ActiveSync erreicht werden kann. In der Verwaltung von 1&1 können Sie nämlich keine A-Records oder CNAME anlegen, die den Client dann auf ihren OWA-Zugang umlenken. Der Trick sind aber hier die "Subdomains", die sie anlegen können.

Sie legen also einfach eine "Subdomain" namen "OWA.meinefirma.de" an und hinterlegen dort eine IP-Adresse.

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